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Der Verlobte des Prinzen - Teil 3 (Nach einem Manga von Asuma Risai und Kamon Saeko)

„Oh, ich sollte langsam zurück. Man wird schon auf mich warten.“, meinte er, als er erschrocken auf die Uhr schaute. Ashton verabschiedete sich herzlich von seiner Tante, da er nicht wusste, ob und wann er sie überhaupt wiedersehen würde.
Auf dem Nachhauseweg fragte er sich, wer seine Tante besucht hatte. „Sekretär Green wohl nicht.“, dachte er. „Vielleicht Jun Na. Er ist ja noch nicht so alt. Nur ein paar Jahre älter als Sung Ho. Ich werde mich bei ihm bedanken müssen.“, überlegte Ashton, als er dann auch schon wieder auf dem Anwesen eintraf.
Ashton ging gleich zu seinem Zimmer. Inzwischen hatte er wieder leichte Kopfschmerzen und ihm war etwas übel. „Was wohl daran liegt, dass ich heute noch nichts gegessen habe.“, ging ihm durch den Kopf. Etwas Hunger hatte er ja schon, aber jemanden belästigen wollte er nun doch nicht.
Vor der Tür zu seinem Zimmer sah er Sung Ho. Dieser sah aus als würde er warten. „Oh, oh…“, Ashton viel ein, dass er ja eigentlich Bettruhe halten sollte und noch dazu war er plötzlich verschwunden. „Es tut mir leid, dass ich aus war und auch erst so spät zurückgekommen bin.“, entschuldigte sich Ashton schnell. „Sung Ho, kannst du mir einen Gefallen tun? Könntest du bitte die Verlobung lösen?“, fragte er schnell. „Das Geld werde ich dir so schnell wie möglich zurückzahlen. Ich weiß, du brauchst mich, um die Krone zu bekommen, aber ich wünschte mir, du würdest jemanden heiraten, denn du wirklich liebst.“, ratterte Ashton herunter, um Sung Ho keine Möglichkeit zu geben, ihn zu unterbrechen. Er wünschte sich wirklich, dass der Mann seiner Träume glücklich wird.
„Und könntest du mir bitte sagen, wo Jun Nas Zimmer ist. Ich möchte mich bei ihm für die Blumen bedanken.“, bat Ashton.
Sung Ho sah ihn mit großen Augen an, als er ihn auch schon fest am Arm packte und ihn in sein Zimmer zog. „Sung Ho?“, fragte Ashton erschrocken. Grob warf Sung Ho Ashton auf das Bett und hockte sich über ihn. „Was fällt dir ein?“, fauchte er. „Ich werde dich ganz bestimmt nicht gehen lassen. Ich habe dir schon mal gesagt, dass du jetzt mir gehörst. Ich habe dir nicht erlaubt zu gehen.“, schimpfte er und fügte plötzlich sanfter hinzu: „Außerdem hat dir der Arzt Ruhe verordnet.“
Sung Ho beugte sich langsam zu dem unter ihn liegenden Ashton hinunter. „Und wage nie wieder den Namen eines anderen Mannes in den Mund zu nehmen.“, flüsterte er und küsste Ashton. „Ich werde dich nie wieder weglaufen lassen. Vergiss nicht, du bist und bleibst mein zukünftiger Mann.“
Damit stand Sung Ho auf und befahl Ashton sich für die Nacht umzuziehen und ins Bett zu gehen.
Ashton wollte keinen weiteren Streit und kam der Aufforderung nach. Als er aus dem Badezimmer kam, war Sung Ho immer noch da und wartete auf ihn. Ashton blieb fragend mitten im Zimmer stehen. Sung Ho blickte erst ihn und dann das Bett auffordernd an. Ashton seufzte auf und stieg ins Bett. Als er lag, kam Sung Ho auf ihn zu und drückt ihm ein Glas Wasser und zwei Tabletten in die Hand, die Ashton ohne Widerspruch nahm, bevor er sich endgültig hinlegte.
„Sung Ho?“, fragend schaute Ashton zu ihm hoch. „Was bedeute ich dir?“ Sung Ho schaute ihn an. „Du solltest dich jetzt ausruhen. Es war ein langer Tag.“, meinte er ausweichend.
Ashton nickte und schloss die Augen. Schon nach kurzer Zeit war er eingeschlafen, was vielleicht auch ein wenig an den Schmerztabletten lag. Erst als Sung Ho sicher war, dass Ashton eingeschlafen war, verließ er das Zimmer. Bevor er jedoch selbst ins Bett ging, rief er noch Sekretär Green an und bat ihn am nächsten Morgen noch mal den Arzt nach Ashton schauen zu lassen.
Als Sung Ho dann auch in seinem Bett lag, dachte er nochmals über diesen Tag nach. „Was ist nur los mit mir?“ und „Was empfinde ich für Ashton? Warum kann ich ihn nicht gehen lassen?“, waren nur einige wenige Fragen die sich in seinem Kopf immer wieder wiederholten, bis er irgendwann einschlief.

Am nächsten Morgen klopfte es an Sung Hos Zimmertür. Sung Ho bat den Besucher herein. „Hoheit! Dr. Brewster war soeben nochmals bei Mr. Bright. Es ist alles in Ordnung. Er soll sich nur nicht zu sehr anstrengen, damit die Wunde nicht wieder aufgeht.“, erstattete der Sekretär Bericht. „Danke, ich werde heute selbst nach ihm schauen.“, antwortete Sung Ho. Worauf sich Sekretär Green mit einem Nicken verabschiedete.
Sung Ho machte sich auf in Ashtons Zimmer. Ohne Anzuklopfen trat er ein. Ashton der gerade dabei war sein Bett zu machen, blickte erschrocken auf. „Guten Morgen.“, sagte er leise zu Sung Ho und widmete sich wieder seinem Bett. „Guten Morgen.“, antwortete Sung Ho und schickte ein „Was treibst du da?“, hinterher. Ashton sah zu Sung Ho und wieder zu seinem Bett. „Ich mache Ordnung.“, meinte er dann. Sung Ho stöhnte entnervt auf. „Nicht schon wieder. Hatten wir das Thema nicht erst gestern? Und du weist wie es geendet hat.“, sagte er abfällig. Als sich Ashton Schulterzuckend jedoch wieder seinem Bett zuwandte, hörte er die ärgerliche Stimme von Sung Ho: „Hör sofort auf. Dafür haben wir hier Hausmädchen. Die werden auch dafür bezahlt.“ „Aber…“, versuchte Ashton sich herauszureden. „Kein Aber, ich will das nicht hören.“, unterbrach in Sung Ho. „Hast Du schon gefrühstückt?“, fragte er. Ashton schüttelte den Kopf. Inzwischen war er soweit, dass er sich schon fast gar nicht mehr traute etwas zu sagen. Sung Ho kam aber auch immer so autoritär rüber. „Muss er wahrscheinlich auch, wenn er irgendwann mal König werden will.“, dachte Ashton.
„Komm mit.“, forderte Sung Ho ihn auf und ging zur Tür. Ashton folgte ihm zum Frühstück in das Esszimmer.

Ashton lebte nun schon seit einigen Wochen auf dem Anwesen der königlichen Familie. Viel verändert hatte sich nicht, seit Sung Ho in an diesem einen Abend geküsst hatte. Es war bis jetzt Ashtons erster und letzter Kuss gewesen. Ashton hatte das Gefühl, dass Sung Ho ihm immer noch aus dem Weg ging. Doch er war nicht mehr so abweisend wie noch vor einigen Wochen.
Ashton befand sich gerade in der Bibliothek und war in seine Bücher vertieft, als sich die Tür öffnete und Sung Ho suchend seinen Kopf hereinstreckte.
„Ah, hier bist du ja. Ich habe dich schon gesucht.“, meinte er. „Ist etwas?“, fragte Ashton überrascht. „Wir fliegen morgen nach Kortana. Es ist soweit alles geregelt. Du musst nur noch schauen, welche persönlichen Sachen du mitnehmen möchtest.“, erklärte ihm Sung Ho. „Übermorgen schon?“, erschrocken schaute Ashton Sung Ho an. „Ich wollte doch noch einmal meine Tante besuchen.“, Ashton schaute traurig auf den Boden. Sung Ho drehte sich um und ging schnell aus dem Zimmer. Er wusste nicht was er Ashton sagen sollte.
Ashton seufzte und schlug sein Buch zu, um in sein Zimmer zu gehen. Wenn sie schon in zwei Tagen fliegen würden, musste er sich wohl oder übel um seine Sachen kümmern. Es half ja alles nichts.
Als Ashton die Tür zu seinem Zimmer öffnete, sah er schon die Koffer in seinem Zimmer stehen.
Hinter ihm öffnete sich die Tür und eines der Mädchen kam mit einer Tasche herein. „Mr. Bright, ich wusste nicht, dass sie schon wieder zurück sind.“, meinte sie und stellte die Tasche auf den Koffern ab. „Die Koffer werden morgen gepackt. Würden sie sich dann bitte morgen herauslegen, was sie während der Reise tragen möchten?“, bat sie Ashton, was dieser mit einem Nicken bejahte. Das Hausmädchen zeigte auf die Tasche. „Für ihr Handgepäck. Ich dachte, dass sie dieses bestimmt selbst zusammenpacken wollen.“, meinte sie und sah Ashton fragend an. Dieser nickte wieder.
Nachdem er wieder allein in seinem Zimmer war, setzte sich Ashton auf den Bettrand und betrachtete die vielen Koffer. „Hab ich wirklich so viele Sachen, dass ich all die Gepäckstücke brauche?“, fragte er sich zweifelnd.
Ashton stand auf und ging zu seinem Schreibtisch. Langsam musste er ja schon mal anfangen ein wenig zu sortieren. Wer weiß wie viel Zeit ihm morgen noch dazu blieb.

Am nächsten Tag war er dann auch wirklich vollauf mit ein und wieder auspacken und wieder einpacken beschäftigt. Doch bis zum späten Nachmittag war dann alles gepackt. Inzwischen waren die Koffer schon abgeholt und das Handgepäck stand in der Ecke neben der Kleidung die er sich für den Flug zurechtgelegt hatte.
Als Ashton ins Bett ging, viel es ihm schwer einzuschlafen. Er wusste, dass dies kein Urlaub werden würde, nachdem er einfach wieder nach Hause kommen würde. Ab morgen würde er ein neues Leben beginnen, in einem Land, das er bis jetzt nur aus Büchern kannte.

Verschlafen setzte sich Ashton auf, als er ein lautes Klopfen an seiner Tür vernahm. „Ja.“, rief er mit verschlafener Stimme. Mr. Green öffnete die Tür und kam herein. „Guten Morgen, Ashton.“, sagte er. „Es wird Zeit zum Aufstehen. In zwei Stunden müssen wir am Flughafen sein.“, erklärte er, bevor er das Zimmer wieder verließ. Ashton fühlte sich wie gerädert. Er hatte das Gefühl gerade erst eingeschlafen zu sein, bevor er wieder geweckt wurde. Er ließ sich nochmals zurück ins warme gemütliche Bett fallen und sagte zu sich selbst: „Nur noch 10 Minuten.“
Ein heftiges Schütteln riss ihn aus seinem schönen Traum. Verschlafen schaute er auf und blickte in die grünen Augen Sung Hos. „Warum bist du noch nicht fertig? Hat man dich nicht geweckt?“, fragte er Ashton. Erschrocken blickte dieser auf seine Uhr. „Scheiße!“, rief er und fuhr hoch. „Tut mir leid, ich muss nochmal eingenickt sein.“, entschuldigte er sich peinlich berührt und sprang aus dem Bett.
„Beil dich, du hast nur noch eine viertel Stunde bis wir los müssen.“, rief Sung Ho dem ins Badezimmer rennenden Ashton hinterher.
Genau fünfzehn Minuten später stand Ashton zwar fertig, aber noch mit nassen Haaren, vor Sung Ho.
Dieser schaute ihn verdutzt an. „Wow. Ich hätte nicht gedacht, dass du es wirklich schaffen würdest.“, meinte er mit missbilligendem Blick auf Ashtons nasse Haare. „Das lässt sich jetzt ja wohl nicht mehr ändern.“
Zusammen mit Sekretär Green gingen sie zu dem wartenden Fahrzeug, welches sie zum Flughafen bringen würde.

Die Drei bestiegen das Flugzeug. Ashton nahm neben Sung Ho am Fenster Platz. Fasziniert schaute er aus dem Fenster, als das Flugzeug zur Startbahn rollte. Erschrocken griff Ashton, der zum ersten Mal flog nach Sung Hos Arm, als die Triebwerke losheulten und das Flugzeug startete.
Ashton war froh als sie die Flughöhe erreicht hatten. Etwas unangenehm war ihm ja dieses Gefühl, diesem Fluggerät und seiner Technik völlig ausgeliefert zu sein. Trotzdem versuchte er sich zu entspannen. Sung Ho, der Ashtons Anspannung bemerkte, streichelte beruhigend über dessen Hand.
Ashton sah Sung Ho dankbar an, bevor er die Augen schloss und einschlief.
Als Ashton erwachte, wurde gerade das Essen serviert. Als die Stewardess ein Tablett vor ihm abstellte, sah Ashton es mit großen Augen an. „So etwas wird im Flugzeug serviert?“, staunte er. Er konnte es nicht glauben, denn von anderen hatte er schon viel Schlechtes über das Flugzeugessen gehört. „Sung Ho lachte auf. „Nur in der First Class.“, belehrte er Ashton.

Nachdem er gegessen hatte, schaute er aus dem Fenster. Unter dem Flugzeug türmten sich Wolkenberge, die schneeweiß leuchteten. Ashton fing an zu träumen. „Wie wäre es wohl, wenn man auf diesen Wolkenbergen laufen könnte wie auf schneebedeckten Hügeln. Würde es wehtun, wenn man stürzte, oder würde man sich fühlen als würde man dann in einen Berg Neuschnee fallen?“, fragte er sich. Er musste selbst über sich kichern. Diese Gedanken erinnerten ihn irgendwie an Kindermärchen, in denen alles möglich war. „Irgendwie bin ich ja auch in einem Märchen gefangen.“, sagte er leise zu sich selbst.
Sung Ho sah ihn von der Seite an.
Plötzlich hatte Ashton das Gefühl, dass das Flugzeug fiel. Panisch schrie er leise auf und krallte sich an Sung Hos Arm fest. Dieser fing an zu lachen. „Keine Sorge, wir stürzen nicht ab.“, versuchte er Ashton zu beruhigen. Als Ashton bemerkte, dass er sich an Sung Ho festklammerte, ließ er ihn erschrocken los.
„Ich muss dir etwas Wichtiges sagen.“, Sung Ho schaute Ashton an. Dieser drehte interessiert den Kopf zu Sung Ho. „Ja?“, fragte er. „Am Wochenende wird die Hochzeitszeremonie stattfinden.“, erklärte er. Ashtons Augen wurden groß. „Was? So bald schon?“ Sung Ho nickte. „Großvater hat darauf bestanden. Wir werden sie aber nur in kleinem Rahmen abhalten. Ich dachte das wird dir wahrscheinlich lieber sein.“ Ashton nickte dankbar. Diese Nachricht hatte ihm nun aber schon die Sprache verschlagen. Der restliche Flug verlief ruhig und Beide hingen ihren Gedanken nach.

Als das Flugzeug endlich landete, seufzte Ashton erleichtert auf. Interessiert schaute er aus dem kleinen Fenster. Allerdings sah er nicht viel mehr als den Flughafen. Als sie aus dem Terminal ins Freie traten, wurden sie plötzlich von einer Menge Leute überrannt. Von überall blitzte es, als man versuchte Bilder von dem Kronprinz und seiner Begleitung zu machen. Ashton wusste nicht, wie er sich verhalten sollte und versuchte sich ein wenig hinter Sung Ho zu verstecken.
Dieser griff nach seinem Arm. „Bleib in meiner Nähe. Dort ist schon unsere Limousine. Komm mit.“
Sung Ho zog Ashton zu dem Auto und ließ ihn zuerst einsteigen.
Ashton seufzte erleichtert auf, als sie sich in Bewegung setzten. Erwartungsvoll schaute er aus dem Fenster um möglichst viel zu sehen. Hier also sollte er ab jetzt leben.
Nach etwa einer Stunde Fahrt, kamen sie im Palast an. Ashton staunte, als sie durch das Tor fuhren. Er hatte sich so etwas Ähnliches wie ein riesiges Schloss vorgestellt, wie Schloss Neuschwanstein in Deutschland, das hatte er mal im Fernsehen gesehen. Aber das hier war ganz anders. Es schien als würde der Palast aus vielen kleineren Gebäuden bestehen, die auf einander abgestimmt irgendwie ein ganzes ergaben.
Fasziniert schaute er sich um. Ihre Limousine hielt vor einem der Gebäude. „Das ist der Windpalast. Hier werden wir wohnen.“, erklärte Sung Ho Ashton. „Später wenn ich König werden, werden wir in den Hauptpalast, den Sonnenpalast, umziehen. Aber vorerst leben wir hier. Du wirst dein eigenes Zimmer bekommen, zumindest bis wir verheiratet sind. Danach werden wir zusammen ein Zimmer teilen.“, setzte Sung Ho fort, während sie hinein gingen.
Ashton sah sich im Windpalast um. Von außen wirkte das Gebäude eher etwas schlicht, aber davon war im Inneren nichts mehr von der Einfachheit der Architektur zu merken. Ehrfurchtsvoll starrte Ashton die, wie er annahm, antiken Schätze an, die den Wohnbereich zierten.
Sekretär Green, welcher hinter Sung Ho und Ashton eintrat, wandte sich an Ashton. „Ashton! Ich werde sie zu ihrem Zimmer begleiten.“ Ashton sah zu Sung Ho. Dieser nickte und Ashton folgte Mr. Green.
Der Sekretär öffnete die Zimmertür und lies Ashton eintreten. „Das ist ihr Zimmer. Durch diese Tür gelangen sie auf die Terrasse. Durch diese Tür gelangen sie in das Badezimmer.“, erläuterte er, während er auf die verschiedenen Türen zeigte. „Das Zimmer seiner Hoheit ist zwei Türen weiter den Gang hinunter, auf der gleichen Seite wie ihres. Es ist übrigens auch über diese Terrasse zu erreichen. Auf der rechten Seite befinden sich die Bibliothek und das Speisezimmer.
Sollten sie Sport treiben wollen, befindet sich, wenn sie sich hinter dem Windpalast links halten, ein Fitnessstudio und ein Schwimmbad, welches nur von der königlichen Familie genutzt wird. Wenn sie Fragen haben, können sie sich gerne an mich wenden.“, beendete er seine Rede.
Ashton sah ihn überfordert an. „Das werde ich mir nie alles merken können.“, dachte er aufseufzend.
„Ich werde sie jetzt erst mal allein lassen.“, verabschiedete sich Mr. Green und verließ das Zimmer.
Geschafft sank Ashton auf das Bett und schloss die Augen. Würde er sich hier überhaupt einleben können, oder sich für immer als ein Fremder in diesem Land fühlen. Als er auf dem Bett lag und nachdachte, fielen ihm die Augen zu.
Er wurde erst wieder geweckt, als jemand an seine Zimmertür klopfte. „Ja?“, rief Ashton verschlafen und Sung Ho steckte den Kopf durch die Tür. „Guten Morgen. Kommst du bitte Frühstücken. Danach haben wir einige Termine.“, sagte er. „Ich komme.“, stöhnte Ashton und quälte sich langsam in eine sitzende Position. Irgendwie war ihm der lange Flug am Vortag nicht bekommen. „Vielleicht hilft ja ein schöner schwarzer starker Kaffee.“, dachte er, während er sich im Badezimmer fertig machte.
Als er heraus kam, stand Sung Ho immer noch wartend in der Mitte des Raumes. Ashton sah ihn augenverdrehend an und suchte sich etwas zum Anziehen heraus, wobei Sung Ho ihn beobachtete.
„Heute und morgen finden die letzten Vorbereitungen für unsere Hochzeitszeremonie statt.“, erklärte er. „Nach dem Frühstück ist die Anprobe der Uniformen für die Zeremonie. Ich habe entschieden, dass ich diese in schwarz und du in weiß trägst. Und nach dem Mittagessen suchen wir zusammen die Ringe aus. Ich dachte du würdest dabei gerne mitentscheiden wollen.“, erläuterte Sung Ho den Tagesablauf. Ashton konnte dazu nur nicken. „Bist du fertig? Können wir los?“, fragte Sung Ho und ging ohne eine Antwort abzuwarten zur Tür. Ashton blieb nichts anderes übrig als ihm zu folgen, denn wo sich was befand hatte er sich am gestrigen Tag nicht merken können.
Nach dem Frühstück ging es sofort zur Anprobe der Uniformanzüge. Ashton sah sich erstaunt im Spiegel an. Nicht nur das der Anzug perfekt saß, das weiß passte auch recht gut zu ihm. Trotz allem dauerte es recht lange, bis der Schneider wirklich zufrieden war und alle Änderungen eingezeichnet hatte. Auch bei Sung Ho ließ man ein perfekt alleine nicht gelten.
Für Ashton war dieser Termin nicht anstrengend, aber nach einer Zeit war er nur noch von dem Perfektionismus des Schneiders genervt. Er seufzte laut auf, als dieser endlich von ihm abließ und er den Anzug wieder ausziehen konnte.
Das Mittagessen war für Ashton eine Qual, er hatte absolut keinen Appetit, aber Sung Ho bestand darauf, dass er etwas aß. „Hier im Palast werden keine Mahlzeiten ohne triftigen Grund ausgelassen.“, hatte er Ashton belehrt.
26.5.17 19:37
 
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